Die unzähligen Gerüchte und Spekulationen der vergangen Wochen und Monate deuten bereits an, dass die Community bereits ist, mehr über die kommenden Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft zu erfahren.
Das geht sogar soweit, dass viele bekannte Publikationen derzeit angeblich geleakte Informationen vom Dezember 2018 ausschlachten und in verschiedenen Formen als scheinbar neue Gerüchte in Umlauf bringen, obwohl das eigentliche Leak zuvor selbst bereits als äußerst unglaubwürdig herausgestellt wurde.
Echte Neuigkeiten liefert hingegen Sonys Hardware-Guru Mark Cerny, der bereits als Lead System Architekt für die PS4 verantwortlich war. Auch für die Entwicklung der noch unbenannten Next-Gen-Konsole von Sony – sehr wahrscheinlich PS5 genannt – ist er verantwortlich. Mit einem Exklusivbericht von Wired erfahren wir einige interessante Details.
Echter Generations-Wechsel nicht mehr 2019
Laut dem Bericht befindet sich die PS5 bereits seit etwa vier Jahren in Entwicklung und wird im Gegensatz zur PS4 Pro kein einfaches Upgrade der Hardware sein, um einfach nur etwas mehr von allem zu bieten. Stattdessen sollte eine echter Generations-Sprung erwartet werden. Im Gespräch mit Wired sagte Cerny:
„Die wichtigste Frage ist, ob die Konsole eine neue Ebene für die Spielerfahrungen liefern kann, die es bereits gibt oder ob sie fundamentale Veränderungen ermöglicht, für das, was ein Spiel sein kann.“
Sony plant mit der nächsten PlayStation-Konsole offenbar fundamentale Veränderungen zu ermöglichen. Cerny bestätigte, dass Sonys Next-Gen-Konsole nicht mehr 2019 in den Handel kommen wird. Klar ist aber bereits, dass einige Entwicklerstudios mit entsprechenden Dev-Kits arbeiten. Die Auslieferung der Entwickler-Kits wurde laut seiner Aussage erst kürzlich ausgeweitet.
Wie auch bei der PS4 sucht Cerny das Feedback der Entwickler, um die Architektur der PS5 zu optimieren, damit die nächste Konsole tatsächlich eine Revolution und keine Evolution darstellt. Dazu muss die passende Hardware-Leistung geliefert werden. Ohne die Spezifikationen zu genau zu verraten, gab es aber einige Angaben.
Offizielle Details zur PS5-Hardware
- CPU: 3. Genertion des AMD Ryzen mit 7nm Zen 2 Mikroarchitektur
- GPU: Custom Radeon Navi mit Raytracing-Support
- Sound: Custom 3D-Audio-Chip von AMD
- Speicher: SSD
Weiter betonte Cerny, dass Raytracing nicht nur für die Grafik der Spiele von Bedeutung sein wird, auch der Sound soll mit Raytracing-Support sehr viel realistischer werden. In Kombination mit dem Custom 3D-Soundchip von AMD soll das Sounderlebnis im Vergleich zur PS4 dramatisch verbessert werden.
Der viel immersivere Sound dürfte auch für die kommenden Virtual Reality-Erfahrungen von maßgeblicher Bedeutung sein. Details zur VR-Strategie wollte Cerny allerdings auf Nachfrage noch nicht verraten. Er betonte jedoch, dass VR für Sony weiterhin sehr wichtig ist. In dieser Hinsicht ist gut zu wissen, dass die aktuelle Version von PlayStation VR mit der Next-Gen-Plattform kompatibel sein wird.
PSVR mit PS5 kompatibel
„Ich werde heute nicht auf die Details unserer VR-Strategie eingehen. Abgesehen davon, dass VR für uns sehr wichtig ist und dass das aktuelle PSVR-Headset mit der neuen Konsole kompatibel ist.“
Als echten Game-Changer, der laut Cerny mehr zur Next-Gen-Erfahrung beiträgt als leistungsfähigere CPU und GPU ist eine schnellere Festplatte. Im Fall der PS5 wird das offenbar eine SSD sein, was laut Cerny „der Schlüssel für die Next-Generation“ sein soll.
SSD-Speicher als Game-Changer
In einer Demonstration zeigte der Entwickler eine Schnellreise in „Spider-Man“ auf der PS4 Pro: Der Held tauchte nach einer 15 Sekunden langen Ladephase endlich an einer komplett anderen Stelle der Stadt auf. Auf einem noch leistungsbeschränkten Dev-Kit für die PS5 machte er dasselbe und der Charakter tauchte nach 0,8 Sekunden an dem neuen Ort auf.
Viele Dinge in Videospielen werden laut Cernys Ausführungen davon limitiert, wie schnell die Daten vom Datenträger gelesen werden können. Bei der kommenden PS5 wird dies offenbar kein limitierender Faktor mehr sein. Nebenbei wurde der Support für 8K bestätigt. Details zur Datenanbindung der SSD wurden noch nicht verraten. Klar ist aber, dass man an dieser Stelle keinen Flaschenhals bieten möchte.
Death Stranding Cross-Generation/Abwärtskompatibel
Weiter wollte Cerny noch keine Details zu kommenden Features, Services oder dem Preis verraten. Auch Hinweise auf die tatsächliche Enthüllung der PS5 gab es nicht. Auf Nachfrage eines anwesenden Redakteurs, ob „Death Stranding“ für die PS5 erscheinen wird, betonte ein Sony-Sprecher, dass der Titel für PS4 entwickelt wird, während Cerny lächelnd eine kleine Pause einlegte, was die anwesenden Redakteure offenbar als Hinweis auf eine Cross-Generation-Veröffentlichung deuten.
Auch wird die Architektur eng mit der PS4 verwandt sein, sodass PS4-Spiele offenbar ohne Probleme auf der PS5 laufen sollen. Es soll demnach wohl eine volle Abwärtskompatibilität zu erwarten sein.
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Kommentare
klever-k
17. April 2019 um 06:04 Uhr@Buzz Merkst noch was?
Leute, das war nur nen joke…
Ich weiss genau so viel wie alle anderen die das Interview gelesen haben^^
Rookee
17. April 2019 um 06:57 UhrAbwarten tee trinken… Wenn die Kiste nicht Leise ist, dann können sie die behalten. Die ps4 pro nervt mich tierisch. Seitdem ich letztes Jahr den Deckes einfach abgelassen habe ist es wenig besser geworden.
Sunwolf
17. April 2019 um 07:08 UhrIch glaub nicht das sie zu Anfang leise wird. Bis jetzt war jede PlayStation zu Anfang lauter.
Erst mit der Zeit als die ersten Slim Modelle erschien wurde es besser.
Wünschen würde ich es mir trotzdem, denn das wäre mir wichtiger als eine SSD.
IamYvo
17. April 2019 um 10:44 UhrMich würde echt mal eine Statistik interessieren, wie viele ihre Konsole IM Schrank stehen haben und sich jahrelang über die Lautstärke beschweren 😀
ResidentDiebels
17. April 2019 um 11:17 UhrWieso man auf 8k setzt, obwohl nicht mal 4k etabliert ist, weiß wohl nur Cerny.
Scheinbar mehr Marketing tool als nutzen.
Mir wäre lieber man würde sich darauf fokussieren alles aus 4k zu holen, also immer 60fps. Wir haben ja selbst bei FullHD noch keine garantierten 60 fps, wieso man dann auf 8k setzt, obwohl niemand die hardware dafür hat, ist sinnlos.
FPS sind nicht alles, aber es würde mehr sinn machen mMn sich auf eine auflösung konzentrieren und dort ein möglichst komfortables spielerlebnis zu bieten.
Mir sind nur 2 dinge wichtig und kaufentscheidend. Abwärtskompatibilität und leisere Lüfter. Die PS4 ist ein absoluter witz was die Lüfter angeht und nervt extrem.
Edelstahl
17. April 2019 um 12:12 Uhr@ Farbod2412
Alter, ich bin gerade echt schockiert wie verblödet man sein kann!
Das war ein Scherz von Leni…
Zum Thema:
Ich brauche noch keine Ps5. Meine Playsi4 wird mich noch ne Weile begleiten:)
olideca
17. April 2019 um 15:51 UhrIch würde mir einfach wünschen dass es zu einem Konsolen-Release von Anfang an z.B. zwei Speicher-Grössen gäbe. Bislang gabs zu Release immer nur eine „kleine“ Version.