Der VR-Markt ist zwar weiterhin recht klein. Allerdings konkurrieren mehrere Unternehmen mit recht unterschiedlichen Lösungen. Auch Valve könnte bald mit einer weiteren Hardware vertreten sein, nachdem das VR-Headset Index schon sechs Jahre auf dem Buckel hat.
Seit der Einführung von Index hat sich der Markt weiterentwickelt. Kabellose Standalone-Headsets wie Meta Quest 3 oder Pico 4 Ultra setzen neue Maßstäbe. Die Technologie von Valve Index mit Basisstationen zur Bewegungsverfolgung und kabelgebundenem Betrieb wirkt im Vergleich dazu ziemlich altbacken. Das könnte sich bald ändern.
Eigenständiges VR-Headset mit SteamOS-Integration?
Gerüchten zufolge arbeitet Valve an einem neuen VR-Headset mit dem internen Codenamen „Deckard“. Es soll als kabelloses Standalone-Gerät konzipiert sein und ohne externe Basisstationen auskommen. Damit würde es sich vom Vorgänger abheben und eher mit Produkten wie Metas Quest-Reihe konkurrieren.
Laut dem Twitter-Nutzer „Gabe Follower“ (via Gamesradar), der für seine Einblicke in Valves Entwicklungsprojekte bekannt ist, wird das Gerät vorrausichtlich vor Ende 2025 erscheinen. Der kolportierte Preis von 1.200 US-Dollar würde das Headset in eine höhere Preiskategorie als das Meta Quest 3S (299 US-Dollar) einordnen, läge jedoch nur geringfügig über dem HTC Vive Focus Vision (999 US-Dollar). Im Lieferumfang sind dem Leak zufolge das Headset, Controller und einige First-Party-Spiele oder Demos enthalten.
Ein weiteres wichtiges Detail betrifft das Betriebssystem: „Deckard“ soll eine optimierte Version von SteamOS nutzen – der gleichen Software, die bereits das Steam Deck antreibt. Damit könnte sich Valve eine ähnliche Strategie wie beim Handheld-Gaming-PC zunutze machen und eine nahtlose Integration mit der Steam-Bibliothek ermöglichen.
Ebenfalls interessant ist die Aussicht, dass das Headset nicht nur für VR-Spiele, sondern auch für klassische PC-Titel genutzt werden darf – ähnlich wie der Kinomodus von PlayStation VR2.
Kabelloses PC-Streaming und neue Controller-Technologie
Während Valve Index auf eine direkte Verbindung zum PC setzte, scheint auch „Deckard“ die Möglichkeit zu bieten, Verbindung mit einem PC aufzunehmen. Der Schwerpunkt würde jedoch auf kabellosem PC-Streaming liegen, um Kabel aus dem Weg zu räumen, heißt es.
Ein weiteres Detail betrifft die Controller des Systems, die unter dem Namen „Roy“ bekannt sind. Sie wurden erstmals durch Leaks in SteamVR-Treiberdateien entdeckt und sollen ohne die Tracking-Ringe der ursprünglichen Index-Controller auskommen. Damit orientiert sich Valve offenbar an aktuellen Designs von Meta und Pico.
Während die Ankündigung weiterhin aussteht, deutet der genannte Preis des Headsets darauf hin, dass Valve leistungsstarke Hardware verbaut. Interessanterweise soll das Gerät trotz des üppigen Betrages mit Verlust verkauft werden – eine Strategie, die bereits bei Metas Quest-Headsets zum Einsatz kommt, um eine breite Nutzerbasis aufzubauen.
Neben Valve bewegt sich auch Sony weiter im VR-Bereich. Das Unternehmen brachte im Februar 2023 das Headset PlayStation VR2 auf den Markt, das zunächst exklusiv für die PlayStation 5 ausgelegt war. Seit Sommer 2024 ist das Headset jedoch auch mit dem PC kompatibel – allerdings mit einigen Einschränkungen.
Und bald können Interessenten günstiger einsteigen: Im März wird Sony den Preis von PlayStation VR2 von 599,99 Euro auf 449,99 Euro senken. Bei den beiden Variationen bleibt es: eine mit Headset, Sense-Controllern und Stereokopfhörern sowie eine zweite Version mit einem zusätzlichen Spiel.
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Kommentare
OzeanSunny
27. Februar 2025 um 18:40 UhrJe mehr Systeme auf dem Markt desto besser.
Mal schauen wie die sich schlagen wird.
DasBlaueLicht
27. Februar 2025 um 19:01 UhrMan kann davon ausgehen,dass Valve nicht nur ein Headset auf den Markt bringen, sondern auch die passende Software…..ein weiteres Half-Life in Vr wirds nicht werden, das wurde glaube ich schon klar kommuniziert…..
Aber was dann ?
MartinDrake
27. Februar 2025 um 19:07 UhrDann füttere Ich mal das Sparschwein…