Die virtuelle Realität (VR) birgt ein enormes Potenzial, und auch die Videospielbranche experimentiert seit Jahren mit dieser Technologie. Der Durchbruch für VR-Headsets im Consumer-Bereich kam mit Oculus, gefolgt von Valve und Sony, die ebenfalls eigene VR-Brillen auf den Markt brachten. Zuletzt feierte die PlayStation VR2 im Februar 2023 ihren Launch.
Doch trotz dieser Bemühungen konnte sich VR bislang nicht im Mainstream etablieren. Hohe Anschaffungskosten, mangelnder Tragekomfort und eine umständliche Benutzererfahrung sind nur einige der Hürden. Das größte Problem liegt jedoch im Mangel an überzeugenden Inhalten. Auch Xbox-Co-Schöpfer Seamus Blackley ist der Ansicht, dass dieser Faktor maßgeblich zum bisherigen Scheitern von VR beigetragen hat.
VR-Gaming fehlt die Killer-App
So sprach der Entwickler Microsofts erster Konsole jetzt in der neuesten Ausgabe des VideoGamer-Podcasts über VR- und AR-Gaming und äußerte seine Meinung, warum sich die Technik bisher nicht durchsetzen konnte. „Wir haben gesehen, dass VR und AR nicht wirklich durchstarten, und wenn du ein großer Fan bist, tut es mir leid, aber das ist einfach die verdammte Wahrheit“, so Blackley. „Es gibt keine Killer-App, und niemand kann genau sagen, was eine Killer-App sein könnte.“
„Jeder hat seine eigene persönliche Fantasie, und zumindest meiner Erfahrung nach, wenn man die Umgebung bekommt, von der man quasi geträumt hat, denkt man sich: ‚Okay‘, und will einfach das Headset abnehmen, weil es dieses heiße, schwere Ding ist. Es ist seltsam und enttäuschend“, erklärte er weiter.
Illusion von Freiheit und narrative Kontrolle
Laut Blackley liegt eines der Kernprobleme von VR darin, dass sie aus erzählerischer Sicht eine Illusion von Freiheit vorgaukelt, die letztlich aber zunichtegemacht wird: „Wenn man den Spielern so viel Freiheit gibt, dass sie im Headset einfach umherschauen können, klingt das als Konzept erstmal super“, sagte er. „Aber in der Realität, wenn wir uns unterhalten lassen wollen, brauchen wir jemanden, der uns eine Geschichte erzählt und uns führt.“
Abschließend fasste er zusammen: „Bis zu einem gewissen Grad müssen [Entwickler] in der Lage sein, zu kontrollieren, was man sich ansieht. Sie müssen einen in der Handlung führen, obwohl man das eigentlich nicht möchte. Und es gibt eine kleine Gruppe von Leuten, die lautstark volle Kontrolle fordern, und das ist auch in Ordnung, aber sie genießen diese Kontrolle nur, weil sie die vorgegebene Handlung durchbrechen können. Sie würden es nicht genießen, wenn es diese Kontrolle nicht gäbe. Es ist also ein Paradox.“
Zuletzt entschuldigte sich auch der ehemalige PlayStation-Manager Shuhei Yoshida bei den Fans, dass man mit der PS VR 2 keinen großen Erfolg erzielen konnte. Obwohl es gute Titel wie beispielsweise „Horizon: Call of the Mountain“ gibt, ist es Sony nicht gelungen, fortlaufend qualitativ hochwertige Spiele nachzuliefern. Bis heute hat Sony keine Verkaufszahlen seiner VR-Brille bekannt gegeben.
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Kommentare
MartinDrake
27. Februar 2025 um 15:11 Uhr@Royce Royal
Motion Sickness hat nicht viel mit dem von die beschriebenen zu tun, ich lese da höchstens Höhenangst raus
Das Gehirn nimmt andere Eindrücken (von Bewegung) war als der Körper (Du sitzt an Ort und Stelle, in VR läufst Du aber etc.)
Unwohlsein, Schwindel, kalter Schweiss, Kopfschmerzen sind die Konsequenz, das ist heftig, mich hatte Resident Evil 7 damals einen halben Tag komplett ausgenockt, mittlerweile habe Ich das eigentlich überhaupt nicht mehr, zuletzt einmal als Ich spätabends, nach einem langen Arbeitstag statt ins Bett mit einem Kumpel in VR Welten eintauchte.
Hilfen:
Nicht mit Ego / 3D Spielen starten, sondern simpleren, stationären.
Vignetten, Snapturn; alle Hilfseinstellungen der Spiele erstmal nutzen.
Kurze Sessions, Pausen machen.
Kaugummi oder Ingwer kauen
Stehend spielen (je nach Spiel natürlich) und auch „rollenspielen“, also wirklich mitmachen, zb. ducken, statt den „ducken“ Knopf drücken.
Und was mir persönlich noch geholfen hat: Sich physisch drehen, statt mit den Sticks, denn das ist viel direkter und schneller, somit lebensnaher!
Yóuxì jī -72
27. Februar 2025 um 15:16 UhrWas beim VR Geil ist, wenn zb. etwas knapp bei deinem Kopf vorbei fliegt, (zb. Insekt)
und du weichst Instinktiv aus. (Kopf zur seite) das ist Immersiv !
Dieses Gefühl hat man nur bei VR.
XiscoBerlin
27. Februar 2025 um 15:27 UhrGT7 im SimRig mit DD Wheel und VR – ein unglaubliches Erlebnis. Der AIM Controller fehlt mir auch, warum nicht einfach den alten Supporten? Viele haben den ja bereits rumliegen.
Catwalk1982
27. Februar 2025 um 15:28 UhrEr hat schon recht…VR Brillen sind klobig und alles andere als komfortabel.,.
ClownWorld
27. Februar 2025 um 15:38 UhrHä. Hat sich doch durchgesetzt?! Gibt ständig überall Spiele.
Die Aussage ist ähnlich dumm, wie zu behaupten. Das sich Lenkräder für Rennspiele nicht durchgesetzt haben.
Conker1337
27. Februar 2025 um 15:43 UhrPSVR2 suckt weil nicht abwärtskompatibel
RoyceRoyal
27. Februar 2025 um 15:44 UhrDas einzige was VR km Weg stehen könnte ist die Klimaerwärmung 🙂
Im Sommer habe ich immer recht selten gespielt….
KaIibri-96
27. Februar 2025 um 16:06 UhrDie Killer App wäre (das hat schon jemand in der News zur PS VR Preissenkung geschrieben), wenn einfach reguläre Spiele wie bspw. Ego-Shooter „automatisch“ auch in VR spielbar wären. Dann halt einfach mit dem regulären Controller.
DasBlaueLicht
27. Februar 2025 um 16:06 UhrSelbst wenn es „Killer-Apps“ geben würde, die Faszination in VR läßt bei regelmäßigem Konsum spürbar nach.
Ich mache immer bewusste VR- Pausen von mehreren Wochen, damit mir der „Whoa-Effekt“ erhalten bleibt.
Habe über die letzten Feiertage meine Quest3 zur 3D-Kamera umfunktioniert (Geht mit der App Games-Optimizer), war ziemlich aufwendig, hat sich aber voll gelohnt! Sehr beeindruckend sein Umfeld in 3D zu Filmen, zudem sind das später Erinnerungen der besonderen Art. Schade, dass das nicht offiziell unterstützt wird, aber ich denke für die nächste GEN wird das ein Kaufgrund werden……weil gute Spiele gibts ja nicht 😉
Yóuxì jī -72
27. Februar 2025 um 16:11 Uhr@Catwalk1982
„klobig und alles andere als komfortabel“ ja, in den 90ern, und der Pixelbrei.
Klobig. Hardware braucht platz. !
Komfortabel, ist sie.
@KaIibri-96
„Ego-Shooter „automatisch“ auch in VR spielbar wären. Dann halt einfach mit dem regulären Controller.“
Würd ich mir auch wünschen.
KaIibri-96
27. Februar 2025 um 16:23 Uhr@RoyceRoyal
Wie hoch ist der Anteil von Android Smartphone Usern die > 1.000 € für ihr Smartphone gezahlt haben oder auch nur ansatzweise in diese Regionen kommen? Mein Smartphone kostete mich 180 € vor 3 Jahren und ich nutze es heute noch. Davor hatte ich auch Smartphones > 500 € aber das brauche ich heute nicht mehr.
Für den VR Einstieg habe ich mich vor einem Jahr für die Meta Quest 2 entschieden und werde ggf. bald auf die 3 upgraden.
Wieso nicht PSVR2?
– Teurer (aber besser im Vergleich zur Quest 2)
– Spiele Support ist bei Meta besser
– Kein weiteres Endgerät nötig
– wird die PSVR2 mit der PS6 kompatibel sein? Bei Meta kann ich meine Bibliothek garantiert mitnehmen.
Johannes89
27. Februar 2025 um 16:24 UhrXbox Co- Schöpfer äußert sich zu VR…. Brauch die News gar nicht weiterleisen…. !
BigChonkus
27. Februar 2025 um 16:24 UhrDa hat jemand keine Ahnung. Hauptgrund Nr. 1 sind die zu hohen Kosten. Nr2 dass jeder Hersteller ein eigenes Süppchen kocht, anstatt sich zu verbünden. Die sind die Hauptgründe.
VR gibt’s als ansehnliche Nische aufm PC, Konsolen-VR ist faktisch tot. Auch wenn Sony noch nicht aufgegeben hat.
RoyceRoyal
27. Februar 2025 um 18:57 Uhr@Kalibri:
Keine Ahnung. Mein Samsung ist 5 Jahre alt und hat damals 100€ gekostet. Langsam wirds aber Zeit…
Wegen dem schlechten Wetter fahre ich seit Jahresbeginn Bus statt Rad, jede Früh alles voll mit Kids. Den Klamotten und Handy nach zu urteilen ist der Preis für ne VR2 wohl kein Problem 🙂
Aber das sind auch keine PS-Gamer sondern wohl dieser widerlich große Anteil an Mobilegamern. Zu fünft stehen die teilweise im Kreis und brüllen sich Zeug zu. Um 7 Uhr früh im Bus!
Wir haben vor 30 Jahren noch gelesen. Gut, war die PC Player bzw. GameStar…aber wir haben gelesen 🙂
RoyceRoyal
27. Februar 2025 um 19:00 UhrBigChonkus:
Gut das wir…und mich haben die zahlreichen Meldungen hier gefreut…User das Gefühl haben es ist überhaupt nicht tot. Gerade seit Weihnachten sehe ich auch in meiner Buddylist sehr viel VR Kram. Eine Nische ja…aber im Gegensatz zu vor 30 Jahren…eine Nische die bleiben wird.
KaIibri-96
27. Februar 2025 um 19:16 Uhr@RoyceRoyal
Haha, ja gut fürs Mobile Gaming muss man halt mehr investieren, aber das ist dann auch deren Main-Plattform fürs zocken vielleicht.
Wir hatten früher den Gameboy den wir im Bus und der Schule nutzen konnten und ein Link Kabel zum Pokemon tauschen.
Shezzo
27. Februar 2025 um 19:17 UhrIch feiere Vr abnormal. Seit ich die Meta Quest 3 habe zocke ich nichts anderes mehr, und kann da Gott sei Dank Stunden lang rein hauen ohne Schwindel oder sonstigem 🙂