In einem kürzlich veröffentlichten Interview hat Shawn Layden Einblicke in die Beweggründe für seinen Rückzug aus dem Unternehmen gegeben. Layden leitete zwischen 2014 und 2019 Sony Computer Entertainment America sowie die SIE Worldwide Studios und war in dieser Zeit maßgeblich an der Produktion vieler erfolgreicher Einzelspielertitel beteiligt.
In der späten Phase der PS4-Ära veröffentlichte Sony eine Reihe von gefeierten Exklusivspielen, darunter “God of War”, “Ghost of Tsushima” und “Spider-Man”. Diese Spiele prägten die PlayStation über Jahre hinweg. Als 2020 jedoch die PS5 auf den Markt kam, zeichnete sich ein Strategiewechsel ab – hin zu sogenannten Games-as-a-Service-Modellen.
Fokus auf Live-Service: Einer der Gründe für Laydens Rückzug
In einem Podcast erläuterte Layden, dass die neue Ausrichtung Sonys hin zu Live-Service-Gaming eine zentrale Rolle bei seiner Entscheidung gespielt habe, das Unternehmen zu verlassen.
„Um ehrlich zu sein, das Unternehmen traf einige strategische Entscheidungen darüber, wohin sie die Plattform in Zukunft bringen wollten, mit einem starken Schwerpunkt auf Spiele als Service, Live-Service-Gaming, Abo-Formeln, wiederkehrende Einnahmen und so weiter“, erklärte Layden (via DualShockers).
Er ergänzte, dass dieser Bereich außerhalb seines Fachgebietes lag. Spiele wie “The Last of Us”, “Uncharted” oder “Horizon” seien die Projekte gewesen, mit denen er sich identifizierte. „Ich hatte nicht die Vision oder die Energie, um zu versuchen, es in diesen neuen Bereich des Live-Service-Gaming zu bringen. Nach all dem schien es also ein guter Zeitpunkt zu sein, nach 32 Jahren bei Sony zurückzutreten“, so Layden weiter.
Live-Service-Strategie ist kein Selbstläufer
Die Umsetzung der neuen Strategie verlief in den vergangenen Jahren nicht ohne Schwierigkeiten. Mehrere Live-Service-Projekte wurden vorzeitig beendet. Dazu gehört nicht zuletzt eine Multiplayer-Version von “The Last of Us”.
Auch das als Live-Service-Spiel geplante “Concord” sorgte für negative Schlagzeilen: Zwei Wochen nach Veröffentlichung wurde der Betrieb eingestellt, das verantwortliche Studio geschlossen.
Zudem stagnieren bestehende Titel. “Destiny 2”, das mittlerweile unter dem Dach von Sony geführt wird, verzeichnete zuletzt rückläufige Dynamiken.
Trotz dieser Herausforderungen verfolgt das Unternehmen hinter der PS5 weiterhin Live-Service-Projekte. Titel wie “FairGame$” und “Horizon Online” befinden sich aktuell in Entwicklung.
Künftig sollen sowohl Einzelspieler- als auch Mehrspieler-Erfahrungen angeboten werden. Und wie „Helldivers 2“ eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte, ist der Live-Service-Ansatz nicht grundlegend zum Scheitern verurteilt.
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Kommentare
keepitcool
28. März 2025 um 18:11 Uhr@KoA
Es gab ja bie Ankündigungen, also welche konkreten imaginären SP Titel soll man da nennen?;-)
Es ist doch hinlänglich bekannt das durch die GaaS-Offensive einiges schief gelaufen ist, Spiele wurden gecancelt, neu gestartet usw….einige Studios sind in dieser Gen verbrannt, u.a. die von mir aufgezählten Bend und Bluepoint…ND würde ich da auch dazu zählen da wir mit Hängen und Würgen eventuell noch Intergalactic bekommen…
SP Blockbuster müssen es ja nicht zwangsläufig sein, Sony hat früher auch schon ne Menge A-AA Titel gebracht…