In den letzten Monaten äußerte sich Strauß Zelnick, CEO des US-Publishers Take-Two Interactive, mehrfach zum Thema künstliche Intelligenz und den Auswirkungen auf die Gamesbranche.
In einem kürzlich geführten Interview betonte Zelnick beispielsweise, dass er in KI-Tools keine ernsthafte Konkurrenz für die menschliche Kreativität sieht. Laut Zelnick könne eine KI lediglich Bestehendes überarbeiten, aber keine wirklich neuen kreativen Inhalte erschaffen. Im Gespräch mit Bloomberg TV legte Zelnick noch einmal nach und beantwortete die Frage, ob KI irgendwann einen Konkurrenten zu Blockbustern wie „GTA 6“ erschaffen könnte.
Diesbezüglich vertritt Zelnick eine klare Haltung und betonte noch einmal, dass er in KI-Techniken keine kreative Konkurrenz für erfahrene Entwickler und Studios sieht.
KIs können menschliche Kreativität nicht ersetzen
„Eine der Fragen, die man mir oft stellt, lautet: Jemand kann einfach zu Hause sitzen, ChatGPT-14 bitten, einen GTA-Konkurrenten zu erstellen, ihn zu programmieren, mir das Marketingmaterial zu liefern – und schon legen wir los. Ich glaube keine Sekunde daran, dass so etwas passiert“, erklärt Zelnick.
Der CEO weiter: „Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass solche Tools es den Menschen ermöglichen, kreativ erfolgreich zu sein. Daher denke ich nicht, dass wir in einer Situation sind, in der generative KI die grundlegenden Geschäftsdynamiken verändern wird. Ganz im Gegenteil.“
„Ich denke, dass dies phänomenale digitale Werkzeuge sind und dass alltägliche Aufgaben zunehmend automatisiert werden. So war es in unserer Branche schon immer“, führte Zelnick aus.
„Die kreativen Aufgaben werden jedoch weiterhin von außergewöhnlichen Menschen erledigt. Es wird die Verbindung zwischen Technologie und menschlichem Genie sein, die auch in Zukunft für erfolgreiche Titel sorgt.“
KI soll das Arbeiten effizienter gestalten
Ähnlich äußerte sich Zelnick bereits in einem Interview, das im Februar erschien. Darin erklärte der CEO von Take-Two Interactive, dass KI-Tools Technologien seien, die die Arbeit der Entwickler effizienter gestalten – insbesondere bei alltäglichen Aufgaben, die sich mit KI automatisieren lassen.
Dies wiederum steigere laut Zelnick die Produktivität der Entwickler und führe nicht, wie von vielen befürchtet, zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in der Branche.
„Ich gehe davon aus, dass die Videospielbranche bei der Nutzung von KI wahrscheinlich an vorderster Front stehen wird – wenn nicht sogar an der Spitze“, ergänzte der Take-Two-CEO.
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Kommentare
BigB_-_BloXBerg
03. April 2025 um 09:24 UhrTranshumanception.
soccer369
03. April 2025 um 09:34 UhrIn der Gaming-Branche betrachte ich Künstliche Intelligenz als eine wertvolle Unterstützung und Erweiterung. Sie kann bestimmte Aufgaben übernehmen und den kreativen Prozess erleichtern, doch die grundlegende Idee, das konzeptionelle Gerüst sowie der abschließende Feinschliff sollten stets in der Verantwortung der Menschen liegen. Ein Spiel, das vollständig von einer KI erschaffen wurde, gleicht für mich dem Schummeln bei einer Klausur.
Johannes89
03. April 2025 um 09:53 UhrKI ist nur eine Unterstützung, kein Ersatz!!!
Eine KI hat keine Emotionen,wir der Mensch!!!
DUALSHOCK93
03. April 2025 um 09:58 UhrMeiner Meinung nach muss jedes Gebäude in der Spielwelt betretbar sein das würde mich schon flashen.
Brok
03. April 2025 um 10:02 UhrKI entwickeln nichts, Sie setzen Dinge um. Und ja, wenn eine KI generell sämtliche Frameworks im Zugriff hätte könnte eine KI solch ein Spiel entwickeln. Aber Sie bräuchte halt jede Menge Input.
Ein „Entwickle ein Spiel wie GTA“ wird da nicht reichen. Da käme vielleicht irgendein Spiel raus (bei derzeitigen KIs käme nichts raus, aber theoretisch), aber da wäre die Bandbreite wahrscheinlich extrem hoch.
moody_hank
03. April 2025 um 11:52 UhrWenn es soweit ist, wäre das wohl die Schwelle zur Singularität.
RoyceRoyal
03. April 2025 um 15:48 UhrDie KI wird das können. 10-20 Jahre.
Aber vielleicht wird die KI sich dann fragen warum sie denn für uns ein Spiel erstellen sollte?
Nacktenschrank
03. April 2025 um 16:25 UhrIch glaube, er unterschätzt KI. Natürlich wird es in absehbarer Zeit nicht so laufen, dass man nur sagt: „mach mal GTA Clon“
Aber ich bin mir sicher, in 10,20 oder 30 Jahren, wird KI Dinge können, von denen wir jetzt noch keinen blassen Schinmer haben. ☝