Nachdem sich im letzten Jahr sowohl „Star Wars Outlaws“ als auch der mittlerweile eingestellte Free2Play-Shooter „XDefiant“ zu kommerziellen Enttäuschungen entwickelten, kündigte Ubisoft im Januar umfangreiche Sparmaßnahmen an.
Im Zuge der Umstrukturierung entließ der Publisher europaweit 185 Mitarbeiter und kündigte die Schließung eines Studios an. Die Rede ist von der Niederlassung im englischen Royal Leamington Spa. Das UK-Studio schloss heute offiziell seine Pforten und verabschiedete sich mit einem offiziellen Statement von seinen Partnern und der Gaming-Community.
Ubisoft Leamington wurde im Jahr 2002 unter dem Namen FreeStyle Games gegründet und blickte auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Nach der Übernahme durch Activision im Sommer 2008 ging das Studio 2017 in den Besitz von Ubisoft über und arbeitete für den französischen Publisher an diversen großen Marken.
Das Studio hinter DJ Hero und Sing Party
Unter dem Dach von Activision war FreeStyle Games für die „DJ Hero“-Reihe verantwortlich und veröffentlichte „Sing Party“ für die Wii U. Nach der Übernahme durch Ubisoft und der Umbenennung in Ubisoft Leamington fungierten die Entwickler vor allem als Support-Team für andere Studios der Ubisoft-Familie.
Zu den Titeln, an denen Ubisoft Leamington zuletzt mitwirkte, gehörten „Avatar: Frontiers of Pandora“, „Skull and Bones“ oder „Star Wars Outlaws“.
Das Abschiedsstatement liest sich wie folgt: „Nach vielen wunderbaren Jahren müssen wir leider mitteilen, dass Ubisoft Leamington offiziell seine Pforten geschlossen hat. Wir sind unendlich dankbar für unser talentiertes Team, dessen Kreativität, Leidenschaft und Hingabe nicht nur unsere Spiele geprägt, sondern auch unvergessliche Erinnerungen geschaffen und eine starke Gemeinschaft in Leamington aufgebaut haben.“
„Diejenigen unter euch, die in und um Leamington unterwegs sind, werden unser verbleibendes Team weiterhin in der Stadt und bei lokalen Branchenveranstaltungen sehen“, heißt es abschließend.
Gemeinsam mit Tencent aus der Krise?
Nachdem sich in den letzten Monaten hartnäckig Gerüchte um eine Partnerschaft zwischen Ubisoft und Tencent hielten, folgte kürzlich die offizielle Bestätigung. Wie Ubisoft ankündigte, gründete das Unternehmen zusammen mit Tencent eine Tochtergesellschaft. Diese konzentriert sich auf die Weiterentwicklung wichtiger Marken.
In diesem Zusammenhang nannte der Konzern Serien wie „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ und „Rainbow Six“. Zudem führt Ubisoft die Studios aus Montreal, Quebec City, Sherbrooke, Saguenay, Barcelona und Sofia in der neuen Tochtergesellschaft zusammen.
Während Ubisoft als Mehrheitseigner der neuen Tochtergesellschaft fungiert und die operative Kontrolle über das Unternehmen behält, steigt Tencent mit 1,16 Milliarden Euro als Minderheitsinvestor ein und übernimmt 25 Prozent der Anteile.
„Mit der Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft, die die Entwicklung von drei unserer größten Franchises vorantreiben wird, und dem Einstieg von Tencent als Minderheitsinvestor kristallisieren wir den Wert unserer Vermögenswerte heraus, stärken unsere Bilanz und schaffen die besten Voraussetzungen für das langfristige Wachstum und den Erfolg dieser Franchises“, kommentierte Ubisoft-CEO Yves Guillemot die Zusammenarbeit mit Tencent.
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Kommentare
DerMitDemControllerTanzt
03. April 2025 um 18:10 UhrDas werden wohl nicht die letzten gewesen sein, die Ubisoft verlassen müssen, wenn der bisherige Kurs so weiter durchgezogen wird.
nico2409
03. April 2025 um 18:51 UhrNature is healing.
Farbod2412
03. April 2025 um 20:46 UhrIch bin gespannt was mit splinter cell Remake und prince of persia remake passieren wird durch die Partnerschaft mit tencent ?
logan1509
03. April 2025 um 20:47 UhrSiehe Aktienkurs, da konnte das tolle AAAA Game auch nicht helfen…
Radium
03. April 2025 um 21:06 UhrNa klar! Tencent wird die angesprochenen Marken verwenden un politisch instrumentalisieren. Ubisoft wird ausgesaugt, sicherlich zum Verkauf der Markenrechte gezwungen und dann wie Dürrobsg ausgelutscht und weggeschmissen. Das isf, warauf man vertrauen kann, wenn man sich mit chinesischen Firmen einlässt. Technologietransfer, nachmachen und dann entsorgen… siehe die Geschichte vom Transrapid.
Horst
04. April 2025 um 08:24 Uhr– „… kristallisieren wir den Wert unserer Vermögenswerte heraus, stärken unsere Bilanz und schaffen die besten Voraussetzungen für das langfristige Wachstum…“ –
Wow! Das liest sich ja echt emotional! Ich hoffe, die Leute, die rausgeworfen wurden, tröstet das! Sie werden für das große Ganze geopfert, da kann man ja wohl stolz drauf sein! X(
Ubi alleine war schon die Pest und wurde über Jahre komplett falsch geleitet, jetzt wird es noch schlimmer!
Mauga
04. April 2025 um 11:05 UhrGut 🙂 Schön zu sehen dass die Spieler doch nicht alle nur Müll spielen. Gut dass der Markt sich doch noch reguliert und sowas absorbiert wird.